Gequetschte Glocken
Gequetschte Glocken Die Luft ist dick von Schweiß und Verzweiflung. Ich bin an diesen verdammten Balken gefesselt, meine Hände hinter meinem Rücken verkettet, das Leder spannt wie ein Messer. Er, der Bastard, sitzt direkt vor mir, eine schwarze Maske verbirgt sein Gesicht – ich spüre seine Augen auf mir, kalt und leer. Die Haut ist nass von Kondomen, die er mir gerade abgenommen hat. Ein paar rote Flecken bluten, als er mich mit seinen harten Händen berührt. Sie steht da, eine wunderschöne Frau, in einem zerrissenen BH und Strümpfen, ihre Handgelenke mit Handschuhen versehen. Sie beobachtet das Geschehen, ein leises Kichern entweicht ihr Lippen. Ich spüre seinen Blick auf ihrem Körper, die Spannung ist greifbar. Der Balken ist aus Holz, alt und brüchig, er knarrt unter der Last meiner Schuld. Die Wände sind aus Stein, rau und unversöhnlich. Der Schein einer Lampe wirft lange Schatten, die den Raum noch bedrohlicher erscheinen lassen. Er hat mir keine Gnade gewährt, nur dieses brutale Spiel. Ich spüre den Schmerz, aber auch ein dunkles Verlangen nach mehr – nach seiner Macht, seinem Zwang.